12. April 2010

Hallo

Heute haben wir uns Colombo angeschaut. Ist Colombo einen schöne Stadt? Die Frage muss man verneinen. Hat Colombo interessant Sehenswürdigkeit? Ja! Und was für welche. Aber seht selbst Als Reisenden hat man bei der Fahrt durch Colombo einen Kloß im Hals - an jedes Ecke, Kreuzung oder vor jedem wichtigen Gebäude sieht man eine Unmenge Soldaten - der Bürgerkrieg ist ja gerade mal ein Jahr zu Ende. Damals wurde Colombo, aber auch andere Städte in Sri Lanka, von zahlreichen Selbstmordanschlägen erschüttert. In Kandy wurde gar ein Selbstmordanschlag auf den Zahntempel verübt. Seit dem ist der Tempelbereich wie ein Hochsicherheitstrakt abgesichert. Der Tempelbezirk kann nur nach dem Passieren einer Sicherheitsschleuse betreten werden, Schwer bewaffnete Soldaten in Bunker und Kampfstände aus Sandsäcken sichern das Gelände. In Colombo sind an allen wichtigen Straßen Straßensperren mit Checkpoints eingerichtet. Die Kalaschnikow gehört (noch) zum Straßenbild. Allerdings bemühen sich alle "Sri Lankesen", die man auf den Konflikt anspricht, zu betonen, dass diese nur noch eine Sicherheitsmaßnahme sei und dass keine Gefahr mehr drohe. Zum Ende des Konflikts waren die letzen Streitkräfte der "Liberation Tigers of Tamil Eelam" (LTTE), die zu ihrer Hochzeit den Norden quasi wie einen eigenständigen Staat kontrollierten hatten, von den Regierungstruppen eingekesselt worden. Während der letzen Kämpen wurde dann die gesamte Führungsspitze und der Anführer der Tamilen, Velupillai Prabhakarans, getötet. Insgesamt haben durch den Krieg ca. 100.000 Menschen ihr Leben verloren. Allerdings gibt es Gerüchte, dass noch einige Kader der LTTE im Dschungel auf ihre 2. Chance warten...

Für unsere Stadtrundfahrt haben wir wieder auf das bewährte asiatische Verkehrsmittel zurückgegriffen - das "Tuk Tuk" oder auch "Tuktuk" - der Name kommt aus der lautmalerischen Umschreibung des 2-Taktmotors dieser Rennmaschinen. Das Tuktuk könnte übrigens eigentlich auch Stinkstink heißen :-). In Sri Lanka leben ca. 1,2 Mio. Menschen unmittelbar vom Tuktuk. Insgesamt schätzt man in Sri Lanka die Zahl dieser 3-Räder, welche überwiegende aus Indien importiert werden, auf 600.000! Neben den indischen Modellen gibst es aber auch - zwar eher selten- Modelle des italienischen Herstellers Piaggio.

Nicht nur in Sri Lanka bildet das Tuktuk die Basis für den öffentlichen Verkehr -  wir haben sie auch schon in Thailand, Laos und Kambodscha gesehen - allerdings unterscheiden sich die Fahrzeuge alle von einander - wenn auch das Grundkonzept ähnlich ist. Hier habe ich einmal die unterschiedlichen Fahrzeug von den genannten Ländern gegenübergestellt.

Übrigens scheint der - leider in Deutschland in Vergessenheit geratene Schnauzbart - bei den Politikern hier die Ernsthaftigkeit zu unterstreichen ;-).

Ganz besondern gut sind die Motive auf den Geldscheinen gelungen:

Das erste Motiv Zeit den Tafelberg Sigiriya auf der 2.000 Rupien-Note und das andere Motiv stammt von 1.000 Rupien-Note. Das 2. Motiv gefällt mir besonders gut. Zum Abschluss heute noch dies:

Die alten Schwerenöter!!!

Schönes Nächtle....

Martin


10 und 11. April 2010

Gestern morgen sind wir von Kandy aus ins Hochland von Sri Lanka gefahren. In dieser Region wurde im 19. Jahrhundert der Teeanbau eingeführt. Zum Teil liegen die Plantagen bis fast in 2000 m Höhe. 

Die Nacht haben wir in der Stadt Nuwara Eliya verbracht, welche sich in gleicher Höhe befindet. Nach mehreren Tagen großer Hitze haben wir das kühle und trockene Klima sehr genossen. Das Hotel erinnerte sehr an die britische Kolonialzeit:

Mittlerweile haben wir in Asien viele buddhistische Tempel und auch einige Klöster besucht. Sri Lanka gehört zu den am frühesten missionierten Ländern. Die meisten "Sri Lankesen" sind Buddhisten. Natürlich gibt es auch einige Hindus, Christen und Moslems. Gestern Nachmittag haben wir ein Meditationskloster/-tempel/-ort im Dschungel besucht, der von nur 4 Mönchen bewohnt wird (der jüngste ist 13 und der älteste 25 Jahre alt). Die Mönche dieser Klosterzelle haben sich der Meditation verschrieben und leben in einfachsten Verhältnissen in einer kleinen Holzhütte. Sie rasieren jeden Tag ihren Kopf und auch die Augenbrauen, besitzen so gut wir keine persönlichen Gegenstände - ja sie berühren nicht einmal Geld; gegessen wird nur einmal am Tag - mittags. Die 4 Mönche schlafen in einer Hütte und haben lediglich eine Öllampe....Von den Mönchen ging eine innere Ruhe aus, die sich förmlich auf uns übertragen hat. Wir verließen den Ort tief beeindruckt und mit großer Friedfertigkeit im Herzen...fotografieren lassen wollten sich die Mönche nicht, von daher nur ein Foto der "Meetinghalle":

Heute morgen sind wir dann nach Colombo gefahren - für die insgesamt 180 km lange Strecke haben wir fast 7 Stunden gebraucht! Die Fahrweise ist - selbst für asiatische Verhältnisse - haarsträubend. In Colombo übernachten wir in einem "Leading Hotel of the world" ...der Hammer!!! Eins der 3 besten Hotels, wo wir jemals übernachtet haben: Fotogalerie (für neidische Menschen: Bitte nicht anklicken :-) ). hier werden wir uns die nächsten 2 Tage aufhalten..

Martin


09.April 2010

Hallo zusammen.

Heute morgen haben wir den Dagaldoruwa-Tempel in der Nähe von Kandy angeschaut. In einer Höhle, welche im 18. Jahrhundert in den Granit gemeißelt wurde, befindet sich neben anderen Buddhastatuen ein großer liegender Buddha und wunderschöne Wandmalerein. Bereits im 18. Jahrhundert gab es bereits auf Sri Lanka Moskitonetze, wie auf diesem Bild zu erkennen:

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Im Inneren des Tempels darf nur ohne Blitz fotografiert werden - daher sind die Fotos etwas dunkel. Wir hatten das Glück Ref. Ananda kennen zu lernen, einer von insgesamt 7 Mönchen im Alter von 14 bis 94 Jahren, der uns nicht nur den Tempel sondern auch das Haus der Mönche zeigte.

(Referent Ananda)

Als "modernen Mönch" hat Referent Ananda ein Mobiltelefon, selbstverständlich verfügen die Mönche auch über Internet und Satellitenschüssel. Mehr Fotos vom Tempel und dem Haus der Mönche findet Ihr in dieser Galerie.

Heute Abend sehen wir uns den berühmten Zahntempel an, in dem ein Zahn von Buddha aufbewahrt wird.

Bis denne  - Martin


08.04.2010

Hallo zusammen!

Wir hatte einige Tage kein Internet - daher gibt's auch jetzt erst wieder die Fotos. Die Galerie Wolkenmädchen beinhaltet Fotos der 1500 Jahre altem Felsenmalereien vom Tafelberg Sigiriya. Die Bilder liegen auf der Hälfte des gut 1200 Stufen (!) langen Weg bis zur Spitze des ca. 270 m hohen Tafelbergs. Was die Malereien bedeuten, ist bis heute noch nicht geklärt.

Die 2. Galerie zeigt Bilder der Dambulla Caves, welche ebenfalls nach einem sportlichen Aufstieg über mehrere hundert Höhenmeter erreicht werden kann. Einige der Buddhafiguren sind über 2000 Jahre alt!

Inzwischen sind wir in der alten Königsstadt Kandy angekommen, die mitten im Land liegt. Ursprünglich hatte sich das Königreich von Kandy gegenüber den Kolonialmächten behaupten können. Erst 1815 würde das Königreichen von den Briten erobert und der König nach Indien verbannt.

Hier hat's übrigens reichlich Tiere - wir haben schon Mungos gesehen, einen Kingfischer (eine Art Eisvogel) und natürlich Affen, Affen und nochmals Affen.

 Wer mehr über Sri Lanka wissen möchte, dem empfehle ich den entsprechenden Artikel von Wikipedia.

Bis bald - Martin

To whom it may concern ... pictures von Dambulla Caves and the wallpaintigs of Sigiriya


05.April 2010

Hallo zusammen!

Hier wieder einige Fotos...

Bis bald

Martin


04.April 2010

Frohe Ostern aus Sri Lanka!

Man wird älter... man steckt die Anreise nicht so leicht weg... 3,5 Stunde Zugfahrt bis Frankfurt - 10 Stunden Flug - 1 Stunde Taxi - und dann noch mal 4 Stunden Zugfahrt hier in Sri Lanka (ist so ähnlich wie die Bundesbahn :-) ).WARUM tut man sich sowas überhaupt an? An so einem Abreismorgen erscheint einem dann nichts mehr als erstrebenswert, ein faules Osterwochenende auf dem Sofa zu verbringen.

Aber wenn man da ist - da weiß man's warum! Auf jeden Fall mussten wir uns dieses mal etwas länger ausrufen - darum gibt es auch jetzt erst die ersten Fotos.  Die Gegend um die Stadt Galle wurde Weihnachten 2004 auch vom Tsunami getroffen. Noch immer sind Spuren der Verwüstung nicht ganz beseitigt. Ein Zug der Bahnlinie nach Galle wurde etwas weiter nördlich von den Gleisen gespült - 2000 Menschen starben - diese Bilder gingen um die Welt.

Das muss für heute erst mal reichen. Hier die ersten Fotos von Galle.

Schokohasen halten sich bei 33 C° übrigens nicht so gut...

Martin


März 2010

Hallo zusammen! Wird Zeit, dass wir mal wieder in den Urlaub kommen. In Kürze geht's dann auch tatsächlich wieder los - diesmal nach Sri Lanka (ehemals Ceylon) und nach Malaysia.

Was man alles mitschleppen muss...wer's genau wissen will - Klich ins Bild! Übrigens ist die Japanseite jetzt auch fertig!

Martin